8. Aktuelle Informationen rund um's Thema Gesundheit - St. Kilian Apotheke Hallstadt

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8. Aktuelle Informationen rund um's Thema Gesundheit

Helfen Süßstoffe beim Abnehmen?

Indem man Zucker durch Süßstoffe ersetzt, kann man die Energiezufuhr drosseln – eine scheinbar einfache Strategie, um sein Gewicht zu halten oder gar abzunehmen. Doch Experten vermuten, dass dieser Schuss nach hinten losgeht und man sogar zunimmt.

Durch ihre starke Süßkraft können Süßstoffe dafür sorgen, dass Getränke und Essen bei gleichem Geschmack wesentlich weniger bzw. keine Kalorien enthalten. Ob man dadurch aber tatsächlich abnimmt, ist umstritten. Studien in den letzten zwanzig Jahren haben gezeigt, dass Süßstoffe – obwohl kalorienarm/ -frei – die Insulinfreisetzung fördern und so ungewollt Heißhunger verursachen. Außerdem liefern sie dem Körper nicht wie normaler Zucker ein Sättigungssignal. Die Folge: Man isst mehr als geplant und nimmt zu statt ab.
Zu guter Letzt glauben manche Wissenschaftler, dass Süßstoffe süchtig nach Süßem machen. Aufgrund ihrer starken Süßkraft führten sie dazu, dass man einen immer stärkeren Grad an Süße bevorzuge, so die Forscher. Die Ergebnisse sind umstritten, einen Konsens hat die Wissenschaft noch nicht gefunden.

Einig sind sich die Forscher jedoch darüber, dass es sinnvoll ist, den Zuckerkonsum zu drosseln, wenn man abnehmen möchte. Dies gelingt auch ohne auf Süßstoff auszuweichen. Hier ein paar Tipps:

Lassen Sie nicht gleich allen Zucker weg. Ihr Verlangen nach Süßem wird nur noch stärker.
Vermeiden Sie es, zu Hause Süßigkeiten, Kekse und süße Getränke zu lagern und herumliegen zu lassen. So kommt man gar nicht erst in Versuchung. Sorgen Sie lieber für einen gut gefüllten Obstkorb.
Süßen Sie Ihr Essen selbst – so behalten Sie die Kontrolle. Beginnen Sie mit ungesüßtem Eistee, Naturjoghurt oder ungesüßtem Haferbrei. Mischen Sie nun nach und nach etwas Zucker unter bis es Ihnen süß genug schmeckt. Sie werden überrascht sein, wie wenig Zucker Sie dazu benötigen.
Spüren Sie versteckten Zucker auf. Wenn Sie die Nährwertangaben auf Lebensmitteln fleißig studieren, erkennen Sie, wo überall Zucker drin steckt. Vermeiden Sie Produkte, bei denen Zucker an erster Stelle der Zutatenliste steht und die mehrere verschiedene Sorten von Zucker beinhalten.

Richtig heizen und lüften im Winter

Richtiges Heizen und Lüften sorgt für ein gutes Raumklima und beugt Schimmel vor. Doch wie lange sollten die Fenster geöffnet werden, und wie oft? Außerdem: Wie viel Grad Zimmertemperatur sind gesund? Hier die zehn besten Tipps von aponet.de:

Regelmäßig lüften
Am besten mehrmals am Tag lüften, zumindest nach dem Aufstehen und vor dem Zubettgehen. Zu dieser Zeit ist die Luft im Schlafzimmer besonders feucht.
In Bad und Küche häufiger lüften
Hier entsteht durch Duschen und Kochen besonders viel Feuchtigkeit.
Intensiven Luftaustausch ermöglichen
Am besten Fenster und die Zimmertüren weit öffnen, nicht nur kippen. Länge: eine bis fünf Minuten. Beim alternativen "Stoßlüften" sind nur die Fenster weit geöffnet, es herrscht kein Durchzug. Bei Wind und Temperaturen um den Gefrierpunkt reichen hierbei maximal fünf Minuten.
Nicht dauerhaft lüften
Fenster nicht den ganzen Tag auf Dauerkippstellung lassen. Dabei kühlen Wände und vor allem die Fensterlaibungen stark aus.
Auch bei Regenwetter oder Nebel lüften
Die Außenluft ist bei kühlen Außentemperaturen meist immer noch trockener als die wärmere Raumluft. Daher sollte man auch bei diesem Wetter lüften.
Heizung aus beim Lüften
Drehen Sie während des Lüftens die Heizkörperventile zu, um nicht gegen die kalte Luft anzuheizen.
Räume einzeln heizen
Zimmertüren zu Räumen mit niedrigerer Temperatur – beispielsweise zum Schlafzimmer – geschlossen halten. So kühlt warme Luft aus anderen Räumen dort nicht aus.
Räume nicht auskühlen lassen
Die Temperatur sollte auch in weniger genutzten Räumen nicht unter 16 Grad Celsius sinken. Leichtes Heizen erwärmt die Raumluft.
Nichts vor die Heizung stellen
Vermeiden Sie einen Hitzestau, indem Sie die Wärmeabgabe der Heizung nicht durch vorgestellte Möbel oder lange Vorhänge behindern.
Möbel mit Abstand zur Wand stellen
Möbel und Vorhänge in ausreichendem Abstand zu Außenwänden stellen. Es sollten mindestens fünf Zentimeter sein, damit hinter Möbeln und Vorhängen Luft ungehindert zirkulieren kann. Große Möbelstücke am besten gar nicht erst an Außenwänden platzieren.

BMI: Fernsehen macht dicker als Videospielen

Einen großen Teil seiner Freizeit vor einem Bildschirm zu hocken, ist immer gleich ungesund, könnte man meinen - egal ob man dabei fernsieht, ein Computerspiel spielt oder eine DVD anschaut. Dass es diesbezüglich aber durchaus Unterschiede gibt, haben jetzt US-amerikanische Forscher festgestellt.

Die Studie zeigte, dass jede Stunde mehr, die Kinder und Jugendliche pro Tag mit Fernsehen verbrachten, mit einem um fast zehn Prozent höheren Body Mass Index (BMI) in Zusammenhang stand. Werden neben dem Fernsehen auch andere "Bildschirmbeschäftigungen" wie DVDs schauen oder Videospielen eingerechnet, fiel der BMI-Zuwachs weniger stark aus: 7 Prozent bei Mädchen und fünf Prozent bei Jungen. Das spricht für das Fernsehen als größten Gewichtstreiber. Die Forscher hatten für ihre Arbeit Daten einer Langzeitstudie analysiert, in deren Verlauf mehr als 7.700 Kinder und Jugendliche alle zwei Jahre zu ihren Bildschirm-Gewohnheiten befragt worden waren. Die Jungen und Mädchen waren zu Beginn der Studie zwischen neun und 16 Jahre alt.

Die Forscher vermuten, dass der Gewichtseffekt des Fernsehens vor allem mit der Werbung rund ums Essen und Trinken zusammenhängt. Im Fernsehen träfen Jugendliche am konstantesten auf Werbung für Lebensmittel, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Pediatrics. Noch dazu haben sie beim Fernsehen beide Hände frei, um nach Knabberzeug zu greifen, was bei Videospielen kaum geht. Dass bei Mädchen die Zeit, die mit elektronischen Spielen, DVDs und Videos verbracht wird stärker auf die Figur schlägt, könne damit zusammenhängen, dass ihrer Ernährung durch solche Werbemaßnahmen negativ beeinflusst und unaufmerksames Essen gefördert werde, so die Wissenschaftler. Dementsprechend lautet ihr Rat an Jugendliche, speziell jene, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, generell weniger Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen.
Abnehmen: so machen es Frauen richtig

Bei vielen Frauen mittleren Alters zeigt die Waage deutlich mehr Kilos an als noch zu Jugendtagen. Statt allerdings mit kurzfristigen Diäten den schnellen Erfolg beim Abnehmen zu suchen, kann es sich vielmehr lohnen, das Gewicht auf längere Sicht moderat zu verringern – nicht nur mit Blick auf die Figur, sondern auch auf die Gesundheit. Dies geht aus einer aktuellen US-amerikanischen Studie hervor.

Demnach kann eine leichte Gewichtsabnahme über einen Zeitraum von zwei Jahren bei übergewichtigen bis fettleibigen Frauen mittleren Alters Risikofaktoren reduzieren, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes begünstigen. Frauen, die in der Studie in dieser Zeit zehn Prozent ihres Körpergewichts oder mehr abnahmen, hatten anschließend deutlich bessere Werte für Blutfette wie Cholesterin und Triglyceride, Insulin, Glukose und Entzündungsmarker. Jene Frauen, die zu Beginn der Studie diesbezüglich das höchste Risiko trugen, profitierten am meisten von der Gewichtsreduktion, wie die Forscher im Journal of the American Heart Association berichten.

Warum Frauen gerade in den mittleren Jahren mit einer schleichenden Gewichtszunahme zu kämpfen haben, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Job, bei dem im Sitzen gearbeitet wird, mehrere Schwangerschaften und der Übergang in die Wechseljahre sind einige der Faktoren, die dazu beitragen können. Ist eine persönliche Gewichtsgrenze überschritten, ziehen viele Frauen die Reißleine. Wer sich für kürzere Diät-Programme entscheide, käme in den ersten sechs Monaten zwar meist zu besseren Erfolgen, so die Forscher. Meist nähme man danach jedoch auch wieder zu. Um das Gewicht effektiv zu reduzieren und auch zu halten, sei es daher wichtig, das Abnehmen langfristig anzugehen.
Einsamkeit genauso schädlich wie Rauchen

Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so schädlich wie Rauchen oder Fettsucht. Ärzte und andere Gesundheitsexperten sollten daher das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ernährung und Sport. Das schließen Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko, die Daten von über 300 000 Menschen vor allem in westlichen Ländern erfassten.

Demnach haben Menschen mit einem guten Freundes- und Bekanntenkreis eine um 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem geringen sozialen Umfeld. Der Effekt sei in etwa so groß wie der vom Rauchen, und er übertreffe viele andere Risikofaktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel.

Julianne Holt-Lunstad von der Brigham Young University im US-Staat Utah und Kollegen präsentieren ihre Daten im Journal "PLoS Medicine" vom 27.07.2010. Die Studien hatten die Menschen im Schnitt über 7,5 Jahre hinweg beobachtet. Der Effekt blieb bestehen, auch wenn man Alter, Geschlecht und sozialen Status berücksichtigte.

Da der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabhängig sei, sollten Ärzte nicht nur einen Blick auf das Umfeld älterer Menschen werfen, meinen die Autoren. Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer betrug 64 Jahre.

Den größten Effekt aller gemessenen Faktoren hatte die allgemeine soziale Integration, am wenigsten ausschlaggebend war, ob die Menschen allein oder mit anderen zusammen lebten.

Das soziale Umfeld habe Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und Depressionen, erläutern die Forscher. Einige Studien hätten gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem stärken.

Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Lebensqualität verbessern, schließen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke für Patienten fördern.

"Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ernährung und Sport sehr ernst: Die hier präsentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzufügen", betonen die Autoren.

Quelle: www.aponet.de
 
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